Grundstückgewinnsteuer Appenzell Ausserrhoden

Jeder, der ein Grundstück oder eine Immobilie im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit Gewinn verkauft, der kommt nich um die Zahlung der Grundstückgewinnsteuer an den Kanton Appenzell Ausserrhoden gemäss Art. 12 StHG herum.

 

Allgemein zur Grundstückgewinnsteuer

Besteuerung von Grundstücksgewinnen unterliegen häufig einer kontinuierlichen Wertvermehrung. Diese Wertvermehrung stellt den Gewinn bei der Veräußerung von Grundstücken dar. Dabei können die Grundstücksgewinne auf verschiedene Weise besteuert werden, welche sich von Kanton zu Kanton unterscheiden. So werden Grundstücksgewinne entweder durch eine Sondersteuer, wie mit der Grundstücksgewinnsteuer oder durch die ordentliche Einkommens- und Gewinnsteuer besteuert. Bei der Besteuerung selbst kommen wiederum zwei unterschiedliche Systeme zur Anwendung. Zum einen das monistische System und zum anderen das dualistische System.

Wer zahlt die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden

Als Steuerschuldner bei der Grundstücksgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden gilt immer der Verkäufer des Grundstücks. Dabei gilt als Verkäufer derjenige, welcher im Grundbuch als zivilrechtlicher Eigentümer eingetragen ist. Eine wirtschaftliche Handänderung wird einem Verkauf gleichgestellt. Aus diesem Grund gelten auch all jene Personen als Veräusserer, welche über die Verfügungsgewalt an Grundeigentum verfügen und auch solche, welche die Verfügungsgewalt entgeltlich übertragen. Bei der Grundstücksgewinnsteuer als Sondersteuer gelten auch Miteigentümer, Ehegatten sowie auch unmündige Kinder als selbstständig und somit als steuerpflichtig. Mehrere Verkäufer sind gemeinsam steuerpflichtig und müssen ihre Steuer nach der Maßgabe ihrer Anteile unter solidarischer Haftung entrichten.

Berechnung der Grundstückgewinnsteuer

Nach Art 103 Abs. 1 StG unterliegen die Gewinne der Grundstückgewinnsteuer, welche aus der Veräusserung von Grundstücken aus dem Privatvermögen oder von Anteilen aus solchen erzielt werden. Der Grundstücksgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden unterliegen zudem auch Gewinne aus Verkäufen land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke natürlicher Personen wie auch Gewinne aus dem Verkauf von Grundstücken juristischer Personen, welche durch Art. 58 Abs.1 lit.d-g und i StG von der Steuerpflicht befreit sind. Auch bei der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden errechnet sich der Gewinn aus der Differenz zwischen dem gesamten Verkaufserlös abzüglich der Anlagekosten. Zu diesen gehört der ursprüngliche Erwerbspreis wie auch getätigte wertvermehrende Investitionen.

Höhe der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden

Festgelegt wird die Steuerbelastung bei der Grundstückgewinnsteuer im Kanton Appenzell Ausserrhoden unter Berücksichtigung der Besitzdauer. Beträgt diese anrechenbar volle 20 Jahre, so ermäßigt sie sich um mehr als 50 Prozent. Beträgt die anrechenbare Besitzdauer jedoch weniger als 3 Jahre, so erhöht sie sich nach Art. 109 StG um ein Prozent je fehlenden Monat. Bei einer Besitzdauer von weniger als 1 Jahr erhöht sich die Grundstückgewinnsteuer um 45 Prozent, bei einer Besitzdauer von weniger als 2 Jahren um 35 Prozent, bei weniger als 3 Jahren um 25 Prozent, bei weniger als 4 Jahren um 15 Prozent und bei weniger als 5 Jahren um 5 Prozent. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden wird für die Berechnung der Grundstücksgewinnsteuer ein proportionaler Steuertarif angewandt. Jeder Gewinn wird somit zum gleichen Steuersatz besteuert, unabhängig von seiner Höhe.

Geschäftsvermögen und Steuerbefreiung

Beim Verkauf von Immobilien oder Grundstücken aus Geschäftsvermögen oder bei Grundstücken, welche aus dem gewerbsmäßigen Liegenschaftshandel stammen, unterliegen die Gewinne der Einkommens- und Gewinnsteuer. Diese Gewinne werden zum übrigen Gewinn hinzugerechnet.

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